Merkel zum EU-Afrika-Gipfel abgeflogen - Migration im Zentrum

28.11.2017 16:23

Berlin/Abidjan (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Dienstag
mitten in der Hängepartie bei der deutschen Regierungsbildung zum
EU-Afrika-Gipfel gereist. Bei der Konferenz in Abidjan, dem
Regierungssitz der Elfenbeinküste, geht es um Investitionen für
bessere Perspektiven junger Menschen in Afrika, Frieden und
Stabilität. Mit besseren Bildungschancen und mehr Dynamik in der
Wirtschaft sollen die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern von
Migranten verbessert werden.

Merkel und die EU erhoffen sich davon, dass weniger Menschen den
gefährlichen Weg durch Wüsten und über das Mittelmeer nach Europa
nehmen und so der Andrang von Migranten und Flüchtlingen nachlässt.
An diesem Mittwoch will die Kanzlerin am Rand des Gipfels mehrere
afrikanische Politiker treffen, darunter den Präsidenten der
Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, sowie den Vorsitzenden der
Afrikanischen Union (AU) und Präsidenten von Guinea, Alpha Condé.

Bereits am Donnerstagmorgen will die CDU-Chefin nach Berlin
zurückkehren. Am Abend hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Merkel, den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz sowie CSU-Chef Horst
Seehofer zu Beratungen über die stockende Regierungsbildung und eine
mögliche Fortsetzung der großen Koalition eingeladen.



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