Starke US-Daten belasten Eurokurs

28.11.2017 17:02

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag belastet
durch starke Konjunkturdaten aus den USA gefallen. Am späten
Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1878 US-Dollar
gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch über 1,19 Dollar notiert.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Nachmittag
auf 1,1888 (Montag: 1,1952) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete
damit 0,8412 (0,8367) Euro.

Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich im November überraschend
aufgehellt und ist auf ein neues 17-Jahreshoch gestiegen. Der vom
privaten Marktforschungsinstitut Conference Board erhobene Indikator
ist um 3,3 Punkte auf 129,5 Zähler gestiegen. «Das Niveau des
Verbrauchervertrauens ist sehr hoch, sodass mit anhaltend robusten
Konsumausgaben zu rechnen ist», kommentierte Ulrich Wortberg,
Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Zudem
legten die Hauspreise, gemessen am Case-Shiller-Index, im September
so stark zu wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr.

Die Anhörung des Notenbankers Jerome Powell vor dem US-Senat bewegte
den Dollar zunächst nicht. Powell wurde von US-Präsident Donald Trump
als neuer Chef der US-Notenbank Fed vorgeschlagen. Der Senat muss der
Nominierung noch zustimmen. Powell machte deutlich, dass er am
aktuellen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed keinen
Änderungsbedarf sieht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89538 (0,89375) britische Pfund, 132,24 (132,69)
japanische Yen und 1,1680 (1,1718) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1291,85 (1294,90)
Dollar gefixt.



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