Menschenrechtsgerichtshof entscheidet über Abschiebung eines Islamisten

29.11.2017 19:00

Straßburg/Bremen (dpa) - Der Europäische Gerichtshof für
Menschenrechte (EGMR) gibt am Donnerstag seine Entscheidung im Fall
eines aus Bremen nach Russland abgeschobenen Islamisten bekannt. Der
in Dagestan geborene und in Bremen aufgewachsene 18-Jährige war von
den Bremer Behörden als Gefährder mit Kontakten zur Terrormiliz IS
eingestuft worden. Der junge Mann argumentierte dagegen, dass ihm in
seinem Geburtsland Folter, Überwachung oder Verhaftung drohten. Der
EGMR hatte im Juli zunächst angeordnet, eine Abschiebung vorläufig
auszusetzen, diese Anordnung im August aber wieder ausgesetzt. Der
Mann wurde daraufhin am 4. September nach Moskau abgeschoben.



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