Migration und Lage in Libyen dominieren Abschluss des Afrika-Gipfels

29.11.2017 19:00

Abidjan (dpa) - Nach Berichten über Sklaverei mit Migranten in Libyen
soll der EU-Afrika-Gipfel an diesem Donnerstag mit einem gemeinsamen
Bekenntnis zur Bekämpfung illegaler Migration enden. Bei den
Beratungen der Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Afrika-Gipfel
in der Elfenbeinküste ging es auch darum, angesichts der rasch
wachsenden Bevölkerung Afrikas bessere Perspektiven für die Jugend
des Kontinents zu schaffen.

Deutschland und andere EU-Staaten erhoffen sich durch eine engere
Zusammenarbeit mit Afrika einen Rückgang der Migration über das
Mittelmeer. Für viele afrikanische Staaten ist das Geld, das
Migranten aus Europa ihren Familien in der alten Heimat schicken,
jedoch sehr wichtig. Doch die Vertreter Afrikas zeigten sich am
Mittwoch, dem ersten Tag des Gipfels, angesichts der Berichte aus
Libyen ebenfalls entsetzt und forderten rasches Handeln.

Am Donnerstagmorgen sollte es in den Beratungen der Staats- und
Regierungschefs in erste Linie um bessere Regierungsführung gehen.
Der Gipfel in Abidjan sollte am Mittag mit einer Pressekonferenz
enden. Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sollten
bereits nach den Beratungen vom Mittwoch am späten Abend abreisen.



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