Kramp-Karrenbauer: SPD hat «gewisse Dramatik bestimmt gesucht»

30.11.2017 07:56

Berlin (dpa) - Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret 
Kramp-Karrenbauer (CDU) hat nach der umstrittenen deutschen
Glyphosat-Zustimmung  Forderungen nach personellen Konsequenzen
zurückgewiesen. «Ich halte wenig davon, dass öffentlich
Satisfaktionen gefordert werden. Hier ist eine gewisse Dramatik
bestimmt gesucht worden von Seiten des Koalitionspartners», sagte die
Politikerin mit Bezug auf die SPD im Deutschlandfunk am 
Donnerstagmorgen. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hatte in der
EU gegen den ausdrücklichen Willen der SPD für eine Verlängerung de
r
Zulassung gestimmt. Er war dafür von Kanzlerin Angela Merkel (CDU)
gerügt, aber zunächst im Amt belassen worden.

Kramp-Karrenbauer sprach sich klar für die Bildung eines stabilen
Bündnisses mit der SPD aus und forderte mit Hinblick auf die
Differenzen beim Thema Glyphosat: «Die Bürger erwarten, dass dieser
Konflikt beigelegt wird.»

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten 
Schneider, sagte vor dem Gespräch der Parteivorsitzenden mit
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Ausgang sei offen. «So
schlimm ist es nicht in Deutschland, dass man dieses Land nicht
regieren wollen sollte», betonte Schneider im ARD-Morgenmagazin.



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