Iran dementiert Überflug-Verweigerung für bulgarische Maschine

30.11.2017 13:08

Sofia/Teheran (dpa) - Der Iran hat Vorwürfe der bulgarischen
Außenministerin zurückgewiesen, das Land habe den Überflug einer
Regierungsmaschine mit Ministerpräsident Boiko Borissow und Ex-König

Simeon II. an Bord verweigert. «Das stimmt so absolut nicht», teilte
Außenamtssprecher Baghran Ghassemi am Donnerstag mit.

Die Erlaubnis für den Überflug wurde laut Ghassemi der bulgarischen
Botschaft in Teheran erteilt. Der Pilot der Maschine habe aber dem
iranischen Kontrollturm die falschen Daten gegeben. Daher sei der
Maschine auch nicht die Erlaubnis gegeben worden, so der Sprecher.

Die bulgarische Außenministerin Ekaterina Sachariewa hatte am
Mittwoch gesagt, der Iran habe die Regierungsmaschine aufgefordert,
seinen Luftraum zu verlassen. Das Flugzeug war am Dienstag auf dem
Weg nach Saudi-Arabien, das den Iran als Erzfeind betrachtet.
Der Flieger sei sofort in die Türkei zurückgekehrt und nach Absprac
he
über den Irak weiter nach Riad geflogen.

Der iranische Luftraum ist laut Ghassemi «für die Freunde» des Irans

stets offen. «Bulgarien gehört zu unseren Freunden und daher können
auch bulgarische Maschinen stets über den Iran fliegen», sagte der
Sprecher.



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