Regierung will Errungenschaften von Europa in Erinnerung rufen

02.12.2017 03:30

Stuttgart (dpa/lsw) - Griechenland-Finanzkrise, Brexit, Normen und
Vorschriften aus Brüssel: Europa hat bei vielen Menschen einen
schlechten Ruf. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried
Kretschmann (Grüne) und Justizminister Guido Wolf (CDU) wollen dies
ändern und die Vorteile in Erinnerung rufen. Zur Auftaktveranstaltung
einer Dialogreihe an diesem Mittwoch in Stuttgart werden nach Angaben
des Justizministeriums rund 1000 Besucher erwartet. Prominente Redner
sind der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) und der

Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle.

Justizminister Wolf, der auch für Europa zuständig ist, sagte: «Wir
wollen hören, was die Menschen mit Blick auf die Europäische Union
bewegt, worüber sie sich sorgen und was sie von der Europäischen
Union erwarten.» Die Errungenschaften der EU müssten immer wieder
verdeutlicht werden. Das seien Frieden, Freiheit und Wohlstand. «Das
sind auch die alltäglichen Vorteile, die für uns - und insbesondere
für die jüngere Generation - selbstverständlich geworden sind, wie
das grenzenloses Reisen, Lernen, Leben und Arbeiten.»

Möglicherweise auch ein Hintergrund der gemeinsamen Veranstaltungen
von Staatsministerium und Justizministerium: Im Sommer hatte es
öffentliche Kritik an Wolfs Europapolitik gegeben.
CDU-Europapolitiker sprachen damals von einem «Totalausfall», den es
unter Wolf in dem Ressort gebe. Auch hielten einige Kritiker Wolfs
Reden zur Europapolitik in Teilen für populistisch.



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