Minister: Irland will Apple-Milliarden einsammeln

04.12.2017 14:56

Brüssel (dpa) - Im Streit um Steuervorteile für multinationale
Konzerne will Irland nach langem Zögern ausstehende Steuermilliarden
des iPhone-Herstellers Apple einfordern. Das Land wolle seinen
Verpflichtungen beim Einsammeln der Gelder nachkommen, sagte
Finanzminister Paschal Donohoe am Montag in Brüssel.

Die EU-Kommission hatte in der Sache zuletzt juristische Schritte
gegen Irland vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet. Grund war
die seit mehr als einem Jahr andauernde Weigerung des Landes, von dem
US-Technologiekonzern bis zu 13 Milliarden Euro plus Zinsen
zurückzufordern.

Einer Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter vom vergangenen Jahr
zufolge profitierte Apple in Irland jahrelang von unzulässigen
Steuervergünstigungen. Nach den EU-Beihilfevorschriften sind gezielte
Steuervorteile für einzelne Unternehmen aber unzulässig. Irland und
Apple bestreiten die Vorwürfe und wehren sich gegen die Entscheidung.



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