Juncker: Noch kein Durchbruch beim Brexit

04.12.2017 17:11

Brüssel (dpa) - Die Europäische Union und Großbritannien haben trotz

aller Kompromisssignale beim Brexit noch keinen Durchbruch erzielt.
Dies teilte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Montag
nach einem Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May
mit. May habe sich als äußerst hartnäckige Unterhändlerin erwiesen.


Allerdings sei er zuversichtlich, dass noch in dieser Woche eine
Vereinbarung getroffen werden könnte, fügte Juncker hinzu. Damit wäre

es dann auch noch möglich, beim EU-Gipfel kommende Woche die zweite
Phase der Brexit-Verhandlungen einzuläuten, sagte Juncker.

May äußerte sich ganz ähnlich und betonte, man habe sich angenähert

und strebe eine rasche Einigung an. Fragen ließen beide Politiker
nicht zu.

Noch kurz vorher schienen alle Zeichen auf Einigung zu stehen.
Unterhändler hatten Kompromissformeln zu den drei wichtigsten
Streitfragen gefunden. Trotzdem gelang es dann in dem mehrstündigen
Treffen von May und Juncker nicht, die letzten offenen Punkte zu
klären.

Die EU verlangt, zunächst die wichtigsten Trennungsfragen vor dem für
2019 geplanten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs zu klären.
Erst danach soll es um die künftige Beziehungen beider Seiten gehen,
die Großbritannien so rasch wie möglich klären will.



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