Anleihen im Programm: Möbelkonzern Steinhoff auch Thema für EZB

07.12.2017 12:56

Frankfurt/Amsterdam (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) ist
über ihr Wertpapier-Kaufprogramm von der Krise beim Möbelkonzern
Steinhoff betroffen. Wie aus am Donnerstag abgerufenen Angaben der
EZB auf ihrer Internetseite hervorgeht, ist sie im Besitz einer
Anleihe der europäischen Tochter von Steinhoff mit Fälligkeit im Jahr
2025 und einem Zins von 1,875 Prozent. Das Volumen bei der Ausgabe
des Papiers belief sich auf 800 Millionen Euro. Mit welchem Betrag
die EZB investiert ist, ist nicht bekannt. Sie gibt dies nicht an.

Die Regularien der Notenbank sehen allerdings vor, dass maximal 70
Prozent einer einzelnen Unternehmensanleihe erworben werden dürfen.
Insgesamt sind im EZB-Portfolio mehr als 1000 Firmenanleihen im
Gesamtwert von 129 Milliarden Euro. Der höchstmögliche Anteil der
Steinhoff-Papiere, die infolge der Krise deutlich an Wert verloren
haben, am Firmenanleihen-Besitz der EZB beträgt etwa 0,4 Prozent.



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