EU-Rechnungsprüfer: Viele überflüssige EU-Kredite an Kleinunternehmen

07.12.2017 13:11

Luxemburg (dpa) - Zahlreiche EU-Kredite für kleine und mittlere
Unternehmen sind einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs zufolge
überflüssigerweise vergeben worden. Solche Darlehen müssten
zielgerichteter an Firmen gehen, die tatsächlich Bedarf hätten und
auch ein hohes Innovationspotenzial vorweisen könnten, erklärten die
Rechnungsprüfer am Donnerstag in Luxemburg.

Unternehmen, die von EU-Fördergeldern in der Vergangenheit profitiert
hatten, wiesen zwar laut den Prüfern in der Regel ein längerfristiges
Wachstum auf. Allerdings seien manche Gelder auch an Betriebe
gegangen, die sich problemlos auf andere Art hätten finanzieren
können. Bei an Innovationsziele geknüpften Krediten seien letztlich
nur mäßige Innovationen herausgekommen, hieß es zudem.

Der Rechnungshof hatte die Vergabe von EU-Geldern an kleine und
mittlere Unternehmen in neun EU-Staaten - darunter auch Deutschland -
untersucht. In der EU-Haushaltsperiode von 2014 bis 2020 sind dafür
rund 1,8 Milliarden Euro vorgesehen. Gelder werden unter anderem über
den Europäischen Investitionsfonds (EFI) vergeben.



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