EU-Kommission will transparentere Arbeitsbedingungen fördern

21.12.2017 14:19

Brüssel (dpa) - Arbeiter und geringfügig Beschäftigte sollen nach dem

Willen der EU-Kommission künftig ein Recht auf transparentere und
verlässlichere Arbeitsbedingungen haben. Einen entsprechenden
Vorschlag präsentierte EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen am
Donnerstag in Brüssel. «Viele Arbeiter in Europa erhalten nicht
einmal minimale Auskünfte, besonders die schwächsten von ihnen»,
sagte sie.

Im Einzelnen sollen vor allem Zeitarbeiter unter anderem ein Anrecht
darauf haben, bereits am ersten Tag in einem neuen Job umfassend über
ihre Arbeitsbedingungen und -anforderungen informiert zu werden. Der
Brüsseler Behörde zufolge geschieht des teilweise erst nach Monaten
oder in manchen Fällen überhaupt nicht. Arbeiter mit wechselnden
Arbeitszeiten - etwa in der Gastronomie - sollen zudem frühestmöglich
über ihre Arbeitsschichten informiert werden. Notwendige Ausbildungs-
und Anlernmaßnahmen sollen zudem nicht vom Lohn abgezogen werden
dürfen.

Schätzungen der EU-Kommission zufolge würde damit zwei bis drei
Millionen Arbeitern zusätzlich in der Europäischen Union Rechtsschutz
gewährt. Die Vorschläge müssten von den EU-Staaten und dem
Europaparlament gebilligt werden.



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