Brüssel genehmigt LG-Walter-Übernahme durch Lufthansa unter Auflagen

21.12.2017 14:52

Brüssel (dpa) - Die EU-Wettbewerbshüter haben die Übernahme der
Air-Berlin-Tochter LG Walter (LGW) durch die Lufthansa unter Auflagen
erlaubt. «Lufthansa hat verbesserte Verpflichtungszusagen
eingereicht, die sicherstellen, dass die Auswirkungen des LGW-Erwerbs
auf den Wettbewerb begrenzt sind», sagte die zuständige
EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag in Brüssel. Damit
seien die Bedenken der Wettbewerbshüter mit Blick auf negative Folgen
für Verbraucher ausgeräumt. Die LGW hat ihren Sitz in Dortmund.

Lufthansa wollte ursprünglich mit den Teilgesellschaften LGW und Niki
für 210 Millionen Euro einen beträchtlichen Teil des Flugbetriebs der
insolventen Air Berlin übernehmen. Die EU-Kommission äußerte
allerdings Bedenken, dass der Branchenprimus durch die Niki-Übernahme
auf Dutzenden Strecken zum Monopolisten würde. Auf Flugreisende
hätten damit höhere Kosten und schlechtere Bedingungen zukommen
können. Der Lufthansa-Konzern zog sein Angebot für Niki daraufhin
zurück.

Den Angaben der EU-Kommission zufolge verzichtete Lufthansa nun auf
einen Teil der in der Übernahme vorgesehenen Start- und Landerechte.
«Insbesondere am Flughafen Düsseldorf würde sich der Bestand an
Zeitnischen der Lufthansa um lediglich ein Prozent erhöhen - die
Hälfte aller Zeitnischen würde von Konkurrenten der Lufthansa
gehalten», erklärte Vestager.



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