Präsidenten von Estland und Lettland für Erhalt des Schengen-Raums

21.12.2017 18:04

Riga (dpa) - Die Präsidenten von Estland und Lettland haben am 10.
Jahrestag der Schengen-Osterweiterung zum Erhalt des grenzfreien
Raums in Europa aufgerufen. «Wir sehen das Fehlen von Grenzen als
Selbstverständlichkeit an, aber wir müssen jeden Tag daran
arbeiten, dies zu bewahren. Die Rufe, Schengen zu stoppen, sind nicht

aus dem heutigen Europa verschwunden», sagte die
estnische Staatschefin Kersti Kaljulaid am Donnerstag an einem
ehemaligen Grenzübergang zwischen den Nachbarländern. Ihr lettischer

Kollege Raimonds Vejonis sagte: «Wir müssen weiter zusammenarbeiten
,
um Europas Sicherheit zu stärken und die Vorteile der
Personenfreizügigkeit zu erhalten.»

Die beiden Staatsoberhäupter waren zu einer Feierstunde in einem
früheren Grenzposten in der Doppelstadt Valga (Estland) und Valka 

(Lettland) zusammengetroffen. «Die Städte Valka und Valga sind «uns
er
Schengen», unser Symbol und eine Geschichte von Möglichkeiten, die
durch den Abbau von Barrieren und der Freizügigkeit von Menschen
entstehen», sagte Vejonis. Auch Kaljulaid zog eine positive
Schengen-Bilanz und lobte die Auswirkungen auf die regionale
Zusammenarbeit.

Mit dem Schengen-Abkommen wurden 1985 die ständigen Grenzkontrollen
 
zwischen den fünf anfangs beteiligten Staaten abgeschafft. Zur Ze
it
gehören 26 Staaten zum Schengen-Raum. Am 21. Dezember 2007 traten 

Estland, Lettland und sechs weitere östliche EU-Mitglieder sowie
Malta dem Schengenraum bei.



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