Athen entlastet Insellager - Tausende Menschen zum Festland gebracht

28.12.2017 15:33

Athen (dpa) - Um die überfüllten Lager auf den Ostägäisinseln zu
entlasten, hat das griechische Innenministerium zwischen dem 27.
November und dem 27. Dezember 4152 Migranten zum Festland bringen
lassen. Im gleichen Zeitraum hätten 2323 Migranten aus der Türkei zu
den Inseln übergesetzt, berichtete das Staatsradio (ERT) unter
Berufung auf die Behörde weiter.

Die Insellager sind trotzdem heillos überfüllt. Im Lager Moria auf
der Insel Lesbos, das für 2300 Menschen ausgelegt ist, harrten am
Donnerstag nach Angaben des Innenministeriums 5500 Menschen aus.

Der EU-Türkei-Flüchtlingspakt vom März 2016 sieht vor, dass alle
Flüchtlinge, die auf den Inseln der Ostägäis ankommen, von dort
zurück in die Türkei gebracht werden müssen, wenn sie in Griechenland

kein Asyl bekommen. Unklar ist nun, ob die Türkei die zum Festland
gebrachten Flüchtlinge - sollten sie kein Asyl in Griechenland
bekommen - zurückzunehmen bereit ist. Der griechische
Migrationsminister, Ioannis Mouzalas, war aus diesem Grund vergangene
Woche nach Ankara gereist. Ein konkretes Ergebnis seiner
Sondierungsgespräche liege nicht vor, hieß es aus Kreisen des Athener
Migrationsministeriums.  



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