Bericht: Farage muss Teil seines Gehalts an EU-Parlament abtreten

12.01.2018 17:39

Brüssel (dpa) - Der britische Europaparlamentarier und ehemalige Chef
der EU-feindlichen Ukip-Partei, Nigel Farage, muss wegen möglichen
Missbrauchs von EU-Geldern einen Teil seines Parlamentsgehalts
abtreten. Farage habe einen seiner Assistenten mit EU-Geldern
bezahlt, dieser habe jedoch nicht an Europathemen, sondern für die
Ukip-Partei in Großbritannien gearbeitet, berichtete der «Guardian»
am Freitag. Da Farage sich geweigert habe, Gelder zurück zu
überweisen, würden ihm nun etwa 40 000 Euro von seinen künftigen
Gehaltszahlungen abgezogen. Aus Kreisen des Europaparlaments wurde
der Bericht bestätigt. Farage selbst äußerte sich darin nicht.

Nach geltendem Recht dürfen als Vollzeitkräfte im Europaparlament in
Brüssel und Straßburg beschäftigte Assistenten nicht noch für
nationale Parteien in den jeweiligen EU-Staaten arbeiten. Bis Oktober
muss Farage nun auf die Hälfte seines üblichen Bruttogehalts von rund
8500 Euro pro Monat verzichten, hieß es weiter. Er kann demnach gegen
die Entscheidung vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgehen.

Farage gehört zu den führenden Brexit-Befürwortern. Großbritannien

wird voraussichtlich im März 2019 aus der Europäischen Union
ausscheiden.



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