Euro steigt auf knapp 1,24 US-Dollar

13.03.2018 16:46

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Dienstag spürbar zugelegt. Am
späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2399
US-Dollar und damit gut einen halben Cent mehr als am Morgen. Die
Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2378
(Montag: 1,2302) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8079
(0,8129) Euro.

Nach einem impulsarmen Vormittagshandel kam nachmittags Bewegung auf.
Am Markt wurden mehrere Gründe dafür genannt. So wurde der Dollar
zunächst durch neue Inflationsdaten belastet. Zwar zog die Teuerung
erwartungsgemäß an. Der Preisauftrieb blieb jedoch insgesamt
verhalten. Analysten kommentierten, die Daten sprächen für weitere
Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed, allerdings mit moderatem
Tempo. An den Märkten wird seit längerem spekuliert, dass die Fed
schneller vorgehen könnte als bislang gedacht. Die neuen Daten
sprechen aber nicht dafür.

Zusätzliche Belastung für den Dollar kam aus der Politik. Ebenfalls
am Nachmittag wurde bekannt, das US-Präsident Donald Trump seinen
Außenminister Rex Tillerson durch CIA-Chef Mike Pompeo ersetzt.
Tillerson galt als gemäßigter Regierungsvertreter, der mit Trump
nicht immer auf einer Linie lag. Der Personalwechsel reiht sich ein
in zahlreiche Rücktritte und Entlassungen in Trumps Administration.
Erst vergangene Woche hatte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn
seinen Rückzug angekündigt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,88650 (0,88590) britische Pfund, 132,31 (131,04)
japanische Yen und 1,1690 (1,1681) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1322,75 (1319,15)
Dollar gefixt.



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