EU-Kommissarin skeptisch gegen Kindergeld-Kürzung

13.03.2018 17:29

Straßburg (dpa) - Die EU-Kommission bekräftigt ihre Bedenken gegen
eine Kürzung des Kindergelds für EU-Ausländer in Österreich, deren

Familien in der Heimat leben. Eine sogenannte Indexierung sei in der
jetzigen Gesetzgebung nicht vorgesehen und man plane auch keine
Änderung, sagte Sozialkommissarin Marianne Thyssen am Dienstag in
Straßburg. Man müsse sehen, was einzelne Mitgliedsländer tatsächlic
h
umsetzten und «ob dies in die europäische Gesetzgebung passt».

Die neue Mitte-Rechts-Koalition in Österreich hatte Anfang Januar
beschlossen, die sogenannte Familienbeihilfe für im Ausland lebende
Kinder zu kappen. Das trifft vor allem Osteuropäer, die in Österreich
arbeiten, ihre Familien aber in der alten Heimat haben. Der
CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber stellte sich am Dienstag hinter
solche Pläne, dem «Kindergeldexport einen Riegel vorzuschieben».
Ähnliches war auch in Deutschland einmal im Gespräch, wurde aber im
vergangenen Jahr nicht weiter verfolgt.



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