FPÖ-Minister Kickl: Asylanträge schon auf Rettungsschiffen prüfen

14.09.2018 16:06

Wien (dpa) - Österreichs Innenminister Herbert Kickl von der rechten
FPÖ hat sich dafür ausgesprochen, dass Asylanträge schon auf
Rettungsschiffen im Mittelmeer gestellt und geprüft werden sollen.
Auf einem Schiff sei man bereits gut untergebracht, sagte Kickl am
Freitag nach einer Konferenz zum Thema Migration in Wien. «Das heißt,
man muss gar nicht an Land gehen.»

«Es wäre eine Überlegung, wo wir uns gemeinsam weiterentwickeln
könnten, damit wir diese ganze Rückführungsproblematik weitestgehend

eliminieren», sagte Kickl bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
seinem italienischen Amtskollegen Matteo Salvini. Der Italiener
pflichtete Kickl bei.

Italien gehe diesen Weg bereits, sagte Salvini. Er erinnerte aber
daran, dass man dabei Gefahr laufe, wegen Freiheitsberaubung
verurteilt zu werden. In Italien wird gegen Salvini ermittelt, weil
er mehrere Tage Dutzende Migranten im Hafen von Catania nicht an Land
gingen ließ. Er wollte ihre Verteilung erst geklärt haben.



DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN: