Studie: Verbraucher haben weiter Probleme beim grenzenlosen Streaming

06.12.2018 11:57

Berlin (dpa) - Acht Monate nach Inkrafttreten einer europaweiten
Regel zum grenzenlosen Nutzung kostenpflichtiger Streaming-Dienste
haben Kunden noch immer Probleme, die Inhalte im EU-Ausland
abzurufen. Wie eine repräsentative Studie der Verbraucherzentrale
Rheinland-Pfalz ergab, konnte jeder zweite verreiste User die Dienste
nicht genauso nutzen wie zu Hause.

Zum 1. April war die EU-Regel in Kraft getreten, wonach Anbieter wie
Netflix, Sky Go oder Spotify ihren Kunden auch auf Reisen im
EU-Ausland Zugriff auf die Inhalte ihres Heimatlandes gewähren
müssen. Anbieter kostenloser Inhalte und die Mediatheken der
öffentlich-rechtlichen Fernsehsender fallen nicht unter die neue
Regel.

«Trotz der Portabilitätsverordnung haben viele Verbraucher noch
Probleme bei der grenzüberschreitenden Nutzung», erklärt Manfred
Schwarzenberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Konkret
ergab die Studie, dass von den mehr als 2500 befragten Abonnenten
kostenpflichtiger Dienste, knapp ein Fünftel einen oder mehrere
Angebote seit April im Ausland genutzt hat. Laut der Ergebnisse
berichtete unter ihnen fast jeder Zweite (49 Prozent) von Problemen.

Am häufigsten beklagten die Befragten, dass Inhalte, die sie in
Deutschland streamen können, im Ausland gar nicht oder nur teilweise
verfügbar gewesen seien.



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