Devisen: Eurokurs steigt über 1,14 US-Dollar

06.12.2018 17:09

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Donnerstag gestiegen. Nachdem
sich der Kurs bis zum Mittag kaum verändert bei 1,1340 US-Dollar
gehalten hatte, legte er im Nachmittagshandel deutlich zu und
erreichte zuletzt ein Tageshoch bei 1,1413 Dollar. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1351 (Mittwoch:
1,1354) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8810 (0,8807) Euro.

Marktbeobachter sprachen von einer Dollar-Schwäche, die dem Euro im
Gegenzug Auftrieb verliehen habe. Am Nachmittag waren die Renditen
für amerikanische Staatsanleihen deutlich gefallen. Am Markt wird
zwar weiter fest damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed den
Leitzins auf ihrer Dezember-Sitzung um weitere 0,25 Prozentpunkte
anheben wird. Für das kommende Jahr gehen aber immer mehr Anleger
davon aus, dass der US-Leitzins nicht weiter steigen könnte. Die
fallenden Renditen für Staatspapiere haben den Dollar belastet.

Zu den Gewinnern am Devisenmarkt zählten hingegen der japanische Yen
und der Schweizer Franken. Beide Währungen gelten traditionell als
sichere Anlagehäfen, die im Tagesverlauf wegen starker Kursverluste
an wichtigen Aktienmärkten gefragt waren. Als Ursache für die
schlechte Stimmung an den Finanzmärkten gilt die Verhaftung der
Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in
Kanada. Diese war auf Geheiß der USA erfolgt. Der Vorfall birgt
politischen Sprengstoff, weil er den schwelenden Wirtschaftskonflikt
zwischen den Vereinigten Staaten und China anheizen könnte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,88930 (0,88885) britische Pfund, 128,04 (128,31)
japanische Yen und 1,1304 (1,1328) Schweizer Franken fest. Der Preis
für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1242,55
(1235,90) Dollar festgesetzt.



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