Maas sieht Élysée-Nachfolgevertrag als große Chance

09.01.2019 05:05

Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sieht den neuen
deutsch-französischen Vertrag auch als Signal gegen den Nationalismus
und als große Chance für beide Länder. «In Zeiten, in denen
Populisten wieder nationalem Egoismus das Wort reden, verbinden wir
damit auch ein klares Bekenntnis: Engere Zusammenarbeit geht eben
nicht auf Kosten unserer Souveränität, sondern sie macht uns
stärker», sagte Maas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch).

Das Bundeskabinett soll an diesem Mittwoch die Zeichnung des Vertrags
zwischen Deutschland und Frankreich billigen. Offiziell soll das
Dokument in der Nachfolge des Élysée-Vertrags von 1963 am 22. Januar
von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Präsident Emmanuel Macron
im Krönungssaal des Aachener Rathauses unterschrieben werden.

«Wir bündeln unsere Kräfte, damit unsere Länder bei Themen wie
Digitalisierung, Bildung und Technologie für die Zukunft gerüstet
sind«, sagte Maas. «Wir schaffen die Voraussetzungen für ein engeres

Zusammenwachsen in den Grenzregionen, um den Bürgerinnen und Bürgern
auch bei Fragen wie Kitas, Krankenversorgung und Schulbildung
praktische Lösungen anzubieten.» Es gehe darum, «für ein starkes,
handlungsfähiges Europa, für eine friedliche Welt und eine
regelbasierte Ordnung einzutreten».



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