Eurokurs steigt über 1,15 US-Dollar

09.01.2019 16:54

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs ist am Mittwochnachmittag nach
Aussagen eines US-Notenbankers zur Zinspolitik über die Marke von
1,15 US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung kletterte am
Nachmittag bis auf 1,1539 US-Dollar und notierte damit etwa einen
Cent höher als im Mittagshandel. Die Europäische Zentralbank (EZB)
hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1455 (Dienstag: 1,1440) US-Dollar
fest. Der Dollar hatte damit 0,8730 (0,8741) Euro gekostet.

Vertreter der US-Notenbank Fed hatten zuletzt die
Zinserhöhungserwartungen gedämpft. Der Präsident der regionalen
Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, hält sogar eine
Leitzinssenkung für möglich. «Wir müssen signalisieren, dass wir
nicht auf einen bestimmten Politikpfad festgelegt sind», sagte er am
Mittwoch in Tennessee. Steigende Zinsen stützen tendenziell eine
Währung.

Am Vortag hatte sich Bostic noch für eine oder bei schwächelnder
US-Wirtschaft keine Zinserhöhung ausgesprochen. Fed-Chef Jerome
Powell hatte am Freitag ein vorsichtigeres Vorgehen bei der
Zinspolitik angekündigt, da er auf die Entwicklung der US-Konjunktur
Rücksicht nehmen wolle. Für 2019 hatte die Fed im Dezember zwei
Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Am Abend wird die Notenbank das
Protokoll (Minutes) zu ihrer jüngsten Sitzung veröffentlichen.

Zudem sorgte die sich abzeichnende Entspannung im Handelskonflikt
zwischen China und den USA für Zuversicht an den Märkten. Nach drei
Tagen haben die Vertreter beider Länder in Peking ihre Gespräche
beendet. Zwar liegen noch keine Einzelheiten vor, US-Präsident Donald
Trump hatte die Verhandlungen jedoch schon am Vortag als «sehr gut»
bezeichnet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89913 (0,89743) britische Pfund, 124,70 (124,46)
japanische Yen und 1,1230 (1,1232) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag mit 1291,02 Dollar
gehandelt. Das waren 5,63 Dollar weniger als am Vortag.



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