Euro steigt auf Dreimonatshoch

10.01.2019 08:00

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Donnerstag an die starken
Kursgewinne vom Vortag angeknüpft und weiter zugelegt. Am frühen
Morgen stieg die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,1570
US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober.
Zuletzt wurde sie wieder etwas tiefer bei 1,1555 Dollar gehandelt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am
Mittwochnachmittag auf 1,1455 Dollar festgesetzt.

Ausschlaggebend für die Kursbewegung ist eine breit angelegte
Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen hat. Am
Devisenmarkt spielt die Geldpolitik in den USA eine entscheidende
Rolle. Die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen werden immer weiter
nach unten geschraubt. Am Vortag hatte der Präsident der regionalen
Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, sogar die Möglichkeit einer
Leitzinssenkung in diesem Jahr nicht ausgeschlossen und damit starke
Kursverluste beim Dollar ausgelöst.

Am Vorabend hatte außerdem die Veröffentlichung des Protokolls der
vergangenen Zinssitzung der US-Notenbank Fed gezeigt, dass die
amerikanischen Währungshüter bei ihrer Geldpolitik einen
vorsichtigeren Kurs einschlagen. Nach Einschätzung vieler Mitglieder
im geldpolitischen Ausschuss (FOMC) könne man künftig «geduldiger»

hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen sein, hieß es in der Mitschrift.



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