EU: Lösung der Krise in Venezuela wegen Maduro unwahrscheinlicher

10.01.2019 19:03

Brüssel (dpa) - Die EU hat sich besorgt über die zweite Amtszeit des

venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gezeigt. Dadurch rücke die

Lösung der Krise Venezuelas in immer weitere Ferne, «während die
politische, wirtschaftliche und soziale Situation in dem Land immer
schlechter wird», sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am
Donnerstag im Namen aller 28 EU-Staaten in Brüssel.

Die EU bedauere sehr, dass ihr Ruf nach Neuwahlen ignoriert worden
sei und «Präsident Maduro heute auf Grundlage einer
nicht-demokratischen Wahl sein neues Mandat antritt». Brüssel
forderte Maduro auf, die Nationalversammlung als demokratisch
gewählte Institution anzuerkennen, politische Gefangene freizulassen,
Menschenrechte anzuerkennen und den dringenden Bedürfnissen der
Bevölkerung nachzukommen.

Der sozialistische Staatschef wurde am Donnerstag für seine zweite
Amtszeit vereidigt. Er war im Mai vergangenen Jahres in einer
umstrittenen Abstimmung wiedergewählt worden. Zahlreiche Staaten,
internationale Organisationen und die venezolanische Opposition
sprachen von einem undemokratischen Wahlprozess und erkannten das
Ergebnis nicht an.



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