Sächsischer Minister zu Gesprächen über EU-Agrarpolitik in Tschechien

10.02.2019 11:29

Dresden/Prag (dpa/sn) - Die EU-Agrarpolitik nach 2020 führt Sachsens
Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) am Montag nach
Tschechien. Er will mit seinen tschechischen Kollegen über die
gemeinsame Linie beider Länder diskutieren. «Wir ziehen an einem
Strang», um betriebsgrößenbedingte Nachteile für die Betriebe
abzuwenden, sagte Schmidt am Sonntag laut Mitteilung. Sachsen und
Tschechien hätten historisch bedingt ähnliche Agrarstrukturen. Sie
würben für flexible EU-Regelungen mit ausreichend Spielraum für
Regionen und Mitgliedsstaaten. Auch beim Verwaltungsaufwand sehen sie
noch Bedarf zur Nachbesserung in den Vorschlägen der EU-Kommission.

Bei den Gesprächen an der Moldau geht es zudem um den
grenzüberschreitenden Schutz des Birkhuhns in den Kammlagen des
Erzgebirges und die Eindämmung des Borkenkäfers. Ein weiteres Thema
ist die Ausgestaltung des Interreg-Förderprogramms zur
grenzübergreifenden Zusammenarbeit 2021 bis 2027. In der laufenden
Periode stehen 148 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem will sich
Schmidt über den aktuellen Stand der Staustufe Decín informieren.



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