Frontex: Weniger Migranten kamen im Februar über Mittelmeer in die EU

14.03.2019 16:55

Warschau (dpa) - Wegen der schlechten Wetterbedingungen im
Mittelmeerraum sind nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex im
Februar deutlich weniger Migranten auf illegalem Weg in die EU
gekommen. Auf den Hauptmigrationsrouten ging die Zahl der
festgestellten Grenzübertritte im Vergleich zu Januar um 58 Prozent
auf 3560 zurück, wie Frontex am Donnerstag in Warschau mitteilte. Die
bisherige Jahresbilanz blieb demnach bei 11 800 registrierten Fällen
in etwa auf Vorjahresniveau.

Aufgrund des rauen Wetters kamen Frontex zufolge etwa 80 Prozent
weniger Migranten über das westliche Mittelmeer nach Spanien. Dort
wurden im Februar 820 illegale Grenzübertritte registriert. In der
bisherigen Jahresbilanz stieg die Zahl jedoch mit mehr als 4900
Fällen im Vergleich zu 2018 um 83 Prozent an. Die meisten Menschen
auf der Route kamen demnach aus Marokko.

Auf der zentralen Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien sank
die Zahl illegaler Grenzübertritte im Februar auf 60 und erreichte
Frontex zufolge ein Neunjahrestief. Die Regierung in Rom fährt einen
harten Anti-Migrationskurs. Auch in der bisherigen Jahresbilanz waren
die Zahlen bei 260 Fällen im Vergleich zu 2018 um 95 Prozent
rückläufig.

Bisher reisten die meisten Migranten 2019 laut Frontex-Angaben über
die östliche Mittelmeerroute in die EU. Die Agentur verzeichnete seit
Jahresbeginn fast 5500 illegale Grenzübertritte. Der Großteil dieser
Ankünfte wurde im Januar registriert. Im Februar wurden mit 2250
Migranten etwa 31 Prozent weniger illegale Übertritte verzeichnet.
Die Route wurde demnach besonders oft von Migranten aus Afghanistan
und der Türkei gewählt.



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