Trump droht EU im Handelsstreit mit schwerwiegenden Maßnahmen

14.03.2019 21:18

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen
Union «ziemlich schwerwiegende» Maßnahmen angedroht, sollte sie nicht

zu Verhandlungen über ein Handelsabkommen bereit sein. «Wenn sie
nicht mit uns reden, dann werden wir etwas tun, was wirtschaftlich
ziemlich schwerwiegend sein wird», sagte der US-Präsident am
Donnerstag in Washington im Beisein des irischen Ministerpräsidenten
Leo Varadkar.

Die Europäer hätten bereits mit Präsident Barack Obama nicht über
Handel sprechen wollen, argumentierte Trump. Dies ist jedoch falsch.
Die EU und die USA hatten vor der Wahl Trumps das gemeinsame
Freihandelsabkommen TTIP fast zu Ende verhandelt, nach der Wahl von
Trump und noch vor dessen Amtseinführung wurde es auf Eis gelegt.

Die EU will nun mit Trump über ein Abkommen für Industrieprodukte
verhandeln. Dies soll Trump beschwichtigen. Hintergrund ist die
Androhung von Zöllen auf Automobile und Autoteile aus der EU.
Handelskommissarin Cecilia Malmström hat dafür aber noch kein Mandat
der Mitgliedsstaaten. Am Donnerstag lehnte das EU-Parlament in einem
weitgehend symbolischen Akt ein solches Mandat ab. Entscheidend sind
aber die Mitgliedsstaaten.



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