EU-Kommission sieht Fortschritte bei europäischer Kapitalmarktunion

15.03.2019 14:19

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission sieht Fortschritte auf dem Weg zu
einem europaweit einheitlichen Kapitalmarkt. Bei zehn von dreizehn
Gesetzesvorhaben habe es zwischen EU-Staaten und Europaparlament
bereits eine grundsätzliche Einigung gegeben, erklärte
EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis am Freitag in Brüssel. Dazu
gehörten etwa die stärkere Förderung von grünen Investments sowie d
ie
jüngst beschlossene Einführung einer europaweiten privaten
Altersvorsorge.

Bei der sogenannten europäischen Kapitalmarktunion geht es im Kern
darum, Hürden zwischen den einzelnen EU-Staaten abzubauen und dadurch
Unternehmen mehr Möglichkeiten zu geben, sich Geld zu beschaffen.
Verbraucher sollen zudem mehr Möglichkeiten für Geldanlagen bekommen.

Ein enger verzahnter Kapitalmarkt spielt aus Sicht der EU-Kommission
eine wichtige Rolle beim Schutz vor künftigen Finanzkrisen. Kredite
und Finanzierungen werden in Europa - im Gegensatz zu den USA -
hauptsächlich von Banken vergeben, wie Dombrovskis weiter sagte. «Sie
neigen dazu, in guten Zeiten mehr Geld zu verleihen und in schlechten
Zeiten weniger.» Wenn Unternehmen andere Möglichkeiten der
Finanzierung bekämen, könne dies ausgleichend wirken - vor allem
während Phasen schwächerer Konjunktur.

«Indem Unternehmen und Investoren über Grenzen hinweg effizienter
zusammengebracht werden, trägt die Kapitalmarktunion entscheidend
dazu bei, dass Unternehmen - insbesondere die kleinen unter ihnen -
an die Finanzierungen herankommen, die sie brauchen, um wachsen zu
können. So werden Investitionen, Arbeitsplätze und Wachstum
gefördert», ergänze EU-Kommissar Jyrki Katainen.



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