Hessen gehört zu den größten Profiteuren des EU-Wirtschaftsraums

14.05.2019 15:10

Wiesbaden (dpa/lhe) - Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) rechnet
erst 2020 mit Klarheit darüber, wie viele EU-Mittel in der nächsten
Förderperiode nach Hessen fließen. Sie gehe davon aus, dass sich die
Verhandlungen über den EU-Haushalt nach der Europawahl bis ins
nächste Jahr hinziehen werden, sagte Puttrich am Dienstag in
Wiesbaden. Die Verteilung des Geldes aus Brüssel für die
Förderperiode 2021 bis 2027 sei teils an neue Kriterien gekoppelt.
Der Mittelfluss hänge aber auch vom Brexit und der künftigen Rolle
Großbritanniens sowie von neuen Aufgaben der Europäischen Union ab.

Puttrich und ihre Kollegen aus dem Wirtschafts-, Umwelt- und
Sozialministerium, Tarek Al-Wazir, Priska Hinz und Kai Klose (alle
Grüne), betonten die hohe Bedeutung der EU-Förderung für die
Unternehmen und Hochschulen im Land. Zahlreiche kleine und große
Projekte seien mit dem Geld gerade in den strukturschwachen Regionen
auf den Weg gebracht worden. Hessen gehöre europaweit zu den
«Top-Ten-Profiteuren» des Wirtschaftsraums.

Insgesamt fließen in der Förderperiode von 2014 bis 2020 mehr als
zwei Milliarden Euro nach Hessen. Das Geld kommt aus drei großen
Töpfen: Dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (241

Mio Euro), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung
des ländlichen Raums (ELER) (319 Mio) und dem Europäischen
Sozialfonds (ESF) (172 Mio). Dazu Kommen noch Direktzahlungen an die
landwirtschaftlichen Betriebe aus dem Europäischen Garantiefonds für
die Landwirtschaft (EGFL) (1,3 Mrd).



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