Brandenburg will Einsatz von EU-Fördermitteln vereinfachen

14.05.2019 17:25

Potsdam (dpa/bb) - Das Land Brandenburg will sich für eine einfachere
Beantragung und Abrechnung von EU-Fördergeldern einsetzen. Damit soll
sichergestellt werden, dass auch in der kommenden Förderperiode 2021
bis 2027 genug Mittel für Brandenburg abgerufen und eingesetzt
werden. «Brandenburg benötigt weiterhin EU-Mittel aus dem
Europäischen Fonds», sagte Europaminister Stefan Ludwig (Linke) nach
einer Kabinettssitzung am Dienstag.

Die Landesregierung will sowohl auf EU-Ebene als auch auf Landes- und
Bundesebene erreichen, dass das Verfahren für Antragssteller
vereinfacht wird. Auch Abrechnungen sollen künftig leichter werden,
damit Fördermittel schneller ausgegeben werden können, wie das
Europaministerium am Dienstag mitteilte.

In der laufenden Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen für
Brandenburg rund 2,3 Milliarden Euro bereit. Ab 2021 werden die
EU-Fördermittel für die Länder jedoch voraussichtlich drastisch
sinken. Das Finanzministerium geht von Reduzierungen im dreistelligen
Millionenbereich pro Jahr aus. Die Kürzungen könnten jedoch durch
andere Hilfen wie für den anstehenden Strukturwandel in der
Lausitzregion aufgefangen werden, sagte Ludwig.



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