Ehemaliger Trump-Berater Bannon interessiert sich jetzt für Sachsen

16.05.2019 06:30

Berlin (dpa) - Steve Bannon, der frühere Wahlkampf-Stratege von
US-Präsident Donald Trump, hat ein neues Spielfeld für seine
politischen Aktivitäten entdeckt: Deutschlands Osten. Wie Bannon der
Deutschen Presse-Agentur berichtete, traf er sich Anfang der Woche in
Berlin mit dem sächsischen AfD-Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla
zu einem Meinungsaustausch. Der Malermeister aus Sachsen hatte bei
der Bundestagswahl 2017 den Wahlkreis Görlitz gewonnen - gegen den
damaligen CDU-Generalsekretär und heutigen sächsischen
Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

Fünf Stunden lang habe er sich mit Chrupalla unterhalten, mit Hilfe
eines Übersetzers, erzählte Bannon. «Ich fand ihn charismatisch, sehr

beeindruckend.»

Chrupalla selbst nannte das Gespräch mit dem ehemaligen Berater des
US-Präsidenten «sehr aufschlussreich und interessant». Er sagte,
Bannon habe ihn kontaktiert. Er habe sich «sehr für Sachsen
interessiert» und ihm viele Fragen zu Gehältern, Abgaben und zu den
Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland gestellt.

Bannon, der bereits verschiedenen rechtspopulistischen Parteien in
Europa Ratschläge gegeben hat, sagte, er wolle Chrupalla im Juni in
dessen Wahlkreis besuchen, «um mehr über die Situation deutscher
Arbeiter und mehr über den Osten zu erfahren».



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