G20-Mächte verabschieden Erklärung für globale Konzernsteuern

09.06.2019 10:26

Fukuoka (dpa) - Die Top-Wirtschaftsmächte haben sich auf eine
gemeinsame Erklärung zur stärkeren Besteuerung von Großkonzernen
verständigt. «Wir werden unsere Anstrengungen für eine
konsensbasierte Lösung mit einem finalen Bericht im Jahr 2020
verdoppeln», hieß es am Sonntag vom Treffen der G20-Finanzminister
der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Fukuoka. Vor allem
durch die Digitalisierung ergäben sich neue Herausforderungen bei der
Besteuerung, hieß es weiter.

Hintergrund ist, dass vor allem Internetriesen wie Google und
Facebook mit den geltenden Steuerregeln, die im Prinzip aus dem
vergangenen Jahrhundert stammen, kaum erfasst werden können. Sie
zahlen deutlich geringere Steuern als klassische Industriebetriebe.

Konkret soll nun bis Ende des kommenden Jahres eine globale
Mindeststeuer festgelegt werden. Zudem sollen staatliche
Besteuerungsrechte neu verteilt werden. Sie dürften sich künftig
weniger am Ort des jeweiligen Firmensitzes orientieren, sondern dort
angesiedelt werden, wo Kunden beziehungsweise Nutzer von
Dienstleistungen sitzen.



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