G20-Mächte: Handelskonflikte bergen Risiko für Weltwirtschaft

09.06.2019 10:35

Fukuoka (dpa) - Die Top-Wirtschaftsmächte sehen in den zunehmenden
Handelsspannungen ein Risiko für die Weltwirtschaft. «Das Wachstum
bleibt gering und Abwärtsrisiken bestehen. Vor allem haben
Handelsspannungen und geopolitische Konflikte zugenommen», hieß es in
einer gemeinsamen Erklärung der wichtigsten Industrie- und
Schwellenländer am Sonntag im japanischen Fukuoka. Zu den G20-Staaten
gehören unter anderem die USA, China, Deutschland und Frankreich.
Diese Risiken sollten weiter angegangen werden, hieß es in der
Erklärung weiter.

Die Erklärung kam vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen
China und den USA. US-Präsident Donald Trump hatte neben Strafzöllen
gegen China den Handelskrieg mit dem Land in den vergangenen Wochen
verschärft, indem er den chinesischen Telekom-Riesen Huawei auf ein
e
«schwarze Liste» setzte. Damit unterliegen dessen
Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen.

Als Antwort auf die US-Sanktionen kündigte Peking unter anderem an,
eine eigene Liste mit «unzuverlässigen» ausländischen Firmen
aufstellen zu wollen. Auch drohte China mit einer Verknappung der
Seltenen Erden. Die 17 Metalle, zu denen Neodym, Lanthan und Cer
gehören, werden besonders in der High-Tech-Industrie benutzt - etwa
für Smartphones, Computer und andere Elektrogeräte oder
Windkraftanlagen und Autos. Die USA beziehen 80 Prozent dieser
Metalle aus China.



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