EU und Europarat planen engere Kooperation gegen Korruption

10.07.2019 15:38

Straßburg (dpa) - Die Europäische Union und der Europarat wollen in
der Korruptionsbekämpfung enger zusammenarbeiten. Die EU werde eine
Beobachterrolle im Anti-Korruptionsgremium (Greco) der
Staatenorganisation in Straßburg bekommen, teilte der Europarat am
Mittwoch mit. Die EU in Brüssel hat damit unter anderem
uneingeschränkten Zugriff auf Dokumente des Gremiums. Sie kann aber
keine Staaten für eine genauere Beobachtung durch Greco vorschlagen.

Durch die Zusammenarbeit seien die Schritte, um Korruption zu
verhindern, effektiver, erklärte Europarat-Generalsekretär Thorbjørn

Jagland. «Wir werden eine größere Wirkung haben.» Die Teilnahme der

EU am Greco-Gremium bringe beide Staatenbünde enger zusammen, sagte
der erste Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans. Neben
der EU sind bereits die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Organisation für
Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Greco-Beobachter.

Der Europarat mit Sitz im französischen Straßburg und seine Gremien
sind für Menschenrechtsfragen zuständig und nicht Teil der
Europäischen Union. Greco wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen und
zählt heute insgesamt 49 Mitgliedsstaaten.



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