Mehr Sterbefälle als Geburten in der EU - Bevölkerung wächst dennoch

10.07.2019 15:50

Luxemburg (dpa) - In der Europäischen Union sind im zweiten Jahr in
Folge weniger Menschen geboren worden als gestorben. 2018 standen 5,0
Millionen Geburten 5,3 Millionen Sterbefälle gegenüber, wie das
Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. In Deutschland kamen so
zum Beispiel auf 1000 Einwohner rund zwölf Sterbefälle, aber nur rund
zehn Geburten.

Die höchsten Geburtenraten wurden nach Angaben von Eurostat in Irland
(12,5 je 1000 Einwohner), Schweden (11,4), Frankreich (11,3) und
Großbritannien (11,0) registriert. Am niedrigsten waren sie hingegen
in Italien (7,3), Spanien (7,9) und Portugal (8,5). Deutschland lag
mit den rund zehn Geburten je 1000 Einwohner in etwa im EU-Schnitt.
Dieser wird mit 9,7 Geburten je 1000 Einwohner angegeben.

In absoluten Zahlen war Deutschland mit rund 83,0 Millionen
Einwohnern auch Anfang 2019 der bevölkerungsreichste Mitgliedstaat
der EU. Danach folgten Frankreich (67,0 Millionen Einwohner)
Großbritannien (66,6 Mio), Italien (60,4 Mio), Spanien (46,9)
und Polen (38 Mio).

Die Gesamtbevölkerung der EU wurde zum 1. Januar 2019 auf knapp 513,5
Millionen Menschen geschätzt - verglichen mit 512,4 Millionen im 1.
Januar 2018. Verantwortlich für den leichten Anstieg der Zahl war
nach Angaben von Eurostat die Zuwanderung von Migranten.



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