kommender Woche) EU bereitet wegen Erdgas-Erkundungen Strafmaßnahmen gegen Türkei vor

10.07.2019 17:46

Brüssel (dpa) - Die EU bereitet wegen der türkischen
Erdgas-Erkundungen vor Zypern Strafmaßnahmen vor. Die Botschafter der
Mitgliedstaaten einigten sich am Mittwoch darauf, konkrete Planungen
zu beginnen. Eventuell könnten Strafmaßnahmen damit bereits am
kommenden Montag bei einem EU-Außenministertreffen beschlossen
werden.

Trotz der besten Absichten der EU, gute Beziehungen zur Türkei
aufrechtzuerhalten, setze das Land die Eskalationen fort,
kommentierte EU-Ratspräsident Donald Tusk. Dies werde unausweichlich
zu einer Reaktion der EU führen.

Zu möglichen Strafmaßnahmen gegen die Türkei könnten nach Angaben v
on
Diplomaten in einem ersten Schritt das Einfrieren von politischen
Gesprächsformaten und die weitere Kürzung von EU-Geldern zählen. Im
zweiten Schritt wären dann sogar Sanktionen gegen Personen,
Unternehmen oder ganze Wirtschaftszweige in der Türkei möglich.

Der Streit um die türkische Erdgassuche vor dem EU-Staat Zypern war
zuletzt weiter eskaliert. Zypern hält die Erkundungen der Türkei für

illegal. Die Türkei steht hingegen auf dem Standpunkt, dass die
Gewässer, in denen sie aktiv ist, zu ihrem sogenannten Festlandsockel
gehören. Sie hält den Norden von Zypern mit türkischen Truppen
besetzt.



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