Brüssel erlaubt GSK-Pfizer-Zusammenschluss bei rezeptfreier Arznei

10.07.2019 18:32

Brüssel (dpa) - Die EU-Wettbewerbshüter haben den Zusammenschluss der
Pharmariesen GlaxoSmithKline und Pfizer bei rezeptfreien Medikamenten
unter Auflagen erlaubt. Das US-Unternehmen Pfizer müsse dafür seine
Schmerzmittel-Sparte zur äußerlichen Anwendung der Marke «ThermaCar

veräußern, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.

Die beiden Firmen hatten vereinbart, ihre jeweiligen Sparten
(«Consumer Health») in ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen.
Unter dem Dach der neuen Firma finden sich Medikamente wie das
Schmerzgel Voltaren und das Schmerzmittel Spalt. Der britische
Konzern GlaxoSmithKline soll an dem neuen Unternehmen für Apotheke
und Supermarkt die Mehrheit halten.

Die «ThermaCare»-Marke müsse an einen geeigneten Käufer abgegeben
werden, dem die EU-Kommission wiederum zustimmen müsse, erklärte die
Brüsseler Behörde weiter.

Die Abspaltung der Sparten für rezeptfreie Medikamente war in der
Pharmabranche zuletzt ein Trend. Sie bringen üblicherweise nur kleine
Gewinnmargen. Zudem stagnieren die Umsätze weitgehend.



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