EU-Kommission: Airbnb-Angebote sind ab sofort transparenter

11.07.2019 16:14

Brüssel (dpa) - Der Zimmervermittler Airbnb präsentiert die Angebote
auf seiner Webseite nach Angaben der EU-Kommission künftig
transparenter. Das US-Unternehmen erfüllt künftig die Bedingungen,
die europäische Verbraucherschützer vergangenes Jahr gestellt hatten,
wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. «In diesen
Sommerferien werden die Europäer genau das bekommen, was sie sehen,
wenn ihren Urlaub buchen», sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova.

Die Kommission und die europäischen Verbraucherschutzbehörden hatten
sich daran gestoßen, dass bei Airbnb-Angeboten nicht immer der
Gesamtpreis einschließlich Servicegebühren und möglicher Steuern
erkennbar war. Zudem sei nicht klar erkennbar gewesen, ob es sich um
einen privaten oder einen professionellen Anbieter handele - für
beide Kategorien gelten unterschiedliche Regeln. Auch sei nicht
deutlich gemacht worden, dass Verbraucher das Recht hätten, vor den
Gerichten ihres Wohnsitzlandes gegen Airbnb zu klagen. Diese Punkte
wurden nun geändert. Zudem wahrt die Plattform jetzt das Recht ihrer
Nutzer, einen Gastgeber im Schadensfall zu verklagen.

Die EU-Kommission hatte Airbnb im Juli 2018 zu den Verbesserungen
aufgefordert. Im September sagte das Unternehmen dann zu, die
Änderungen bis Ende vergangenen Jahres vorzunehmen. Die Verzögerung
liegt nach Angaben der EU-Kommission an technischen Herausforderungen
bei einigen Umstellungen. Die Verbraucherschutzbehörden hätten nun
bestätigt, dass Airbnb alle Änderungen vorgenommen habe.



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