Frontex: Zahl illegaler Grenzübertritte in die EU im Juni gestiegen

11.07.2019 17:16

Warschau (dpa) - Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die EU ist
nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex im Juni leicht
gestiegen. Sie lag auf den Hauptmigrationsrouten im Mittelmeerraum
bei rund 8 300 Fällen sechs Prozent höher als im Mai, wie Frontex am
Donnerstag in Warschau mitteilte. Insgesamt sank die Zahl illegaler
Grenzübertritte durch Migranten in der ersten Jahreshälfte mit den
Angaben zufolge mehr als 40 000 registrierten Fällen im Vergleich zu
2018 um fast ein Drittel.

Die meisten der illegal eingereisten Migranten kamen wie schon in den
Vormonaten über das östliche Mittelmeer. Im Juni wurden Frontex
zufolge auf der Route 4000 Fälle registriert. Seit Januar betrug die
Zahl damit etwa 21 500 und lag laut Frontex 16 Prozent niedriger als
im Jahr zuvor. Jeder vierte auf dieser Route entdeckte Migrant kam
demnach aus Afghanistan.

Über das westliche Mittelmeer nach Spanien reisten laut Frontex im
Juni fast 2350 Migranten ein - mehr als doppelt so viele wie im Monat
zuvor, wie es hieß. In der bisherigen Jahresbilanz lag die Zahl mit
mehr als 10 300 um fast ein Drittel niedriger als im gleichen
Zeitraum des Vorjahres. Die meisten Menschen auf der Route kamen
demnach aus Marokko, Mali, Guinea und Algerien.

Auf der zentralen Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien gab es
mit 1 150 registrierten illegalen Grenzübertritten kaum Veränderung
zum Mai. Die Regierung in Rom fährt einen harten Anti-Migrationskurs.
In der bisherigen Jahresbilanz waren die Zahlen bei 3 200 Fällen im
Vergleich zu 2018 um 83 Prozent rückläufig. Die meisten Menschen auf
der Route kamen demnach aus Tunesien, Pakistan und Algerien.



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