Zukunft der NordLB-Standorte Bremen und Oldenburg offen

12.07.2019 11:02

Hannover (dpa/lni) - Im Zuge des Rettungsversuchs für die
angeschlagene NordLB diskutiert die Landesbank auch über die Zukunft
der Standorte in Bremen und Oldenburg. «Es gibt keine
Standortgarantien, aber es ist auch nicht so, dass schon eine
Entscheidung gefallen ist», sagte ein NordLB-Sprecher am Freitag.
Zuvor hatte der «Weser-Kurier» berichtet, dass die Mitarbeiter an den
Standorten einen weiteren Abbau fürchteten. «Die Situation ist für
unsere Leute immer unerträglicher», zitierte die Zeitung den Bremer
Personalrat Jörg Walde. Der NordLB-Sprecher sagte, vor dem
Hintergrund des Umbaus würden sämtliche Prozesse und Strukturen
überprüft, dazu gehöre auch die Standortfrage.

Die Rettung der Norddeutschen Landesbank verläuft schleppend. Die
Frist der Bankenaufsicht, wonach eine 3,6 Milliarden Euro schwere
Finanzspritze Anfang September bei der Bank angekommen sein muss, ist
wegen Verzögerungen kaum noch zu halten. So soll der Staatsvertrag
erst im August in die Landtage von Haupteigentümer Niedersachsen und
Miteigentümer Sachsen-Anhalt eingebracht werden. Ursprünglich war
dies bereits für Juni geplant.

Die Beteiligten wollen zunächst die Entscheidung der EU-Kommission
abwarten, ob die Rettung durch die Eigentümerländer und die
Sparkassen-Gruppe mit europäischem Wettbewerbsrecht vereinbar ist.
Dieses Votum wird für Ende Juli erwartet.



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