Eurokurs gefallen - Bewegung im Handelsstreit

13.08.2019 16:44

Frankfurt/Main (dpa) - Der Eurokurs ist am Dienstag angesichts von
Bewegung im Handelsstreit zwischen den USA und China unter Druck
geraten. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung
1,1178 US-Dollar. Im Mittagshandel hatte der Euro noch über 1,12
Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den
Referenzkurs auf 1,1222 (Montag: 1,1194) Dollar fest. Der Dollar
kostete damit 0,8911 (0,8933) Euro.

Der Dollar profitierte von Meldungen zum Handelskonflikt zwischen den
USA und China. Die US-Regierung will die Einführung der jüngst
angekündigten Strafzölle auf Importe aus China für einige
Produktgruppen verschieben. Das chinesische Handelsministerium teilte
zudem mit, dass die USA und China bereits in zwei Wochen telefonische
Handelsgespräche führen wollen. Die vorige Gesprächsrunde der beiden

Staaten im Juli war ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Trumps
Regierung verhängte daraufhin die neuen Strafzölle.

Sehr schwache Konjunkturdaten aus Deutschland hatten den Euro am
Vormittag nicht belastet. So waren die vom Zentrum für Europäische
Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobenen Konjunkturerwartungen auf den
tiefsten Stand seit Dezember 2011 gefallen. Der Rückgang war deutlich
stärker als von Ökonomen erwartet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,92830 (0,92615) britische Pfund, 118,01 (117,69)
japanische Yen und 1,0853 (1,0876) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze (etwa 31 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1495
Dollar gehandelt. Das waren rund 16 Dollar weniger als am Vortag.



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