im letzten Satz des 1. Absatzes) Pro-EU-Parteien treffen in 60 britischen Wahlkreisen Absprachen )

07.11.2019 12:02

London (dpa) - Vor der Parlamentswahl in Großbritannien haben die
proeuropäischen Liberaldemokraten ein Bündnis mit zwei anderen
Parteien geschlossen. In 60 Wahlkreisen in England und Wales wollen
sich LibDems, Grüne und die walisische Plaid Cymru nicht gegenseitig
Konkurrenz machen, wie die Parteien am Donnerstag mitteilten.
Vielmehr wollen sie bei der Abstimmung am 12. Dezember gemeinsam den
Pro-EU-Kandidaten unterstützen, dem jeweils die besten Chancen gegen
die großen Parteien - die Konservativen und Labour - eingeräumt
werden. Insgesamt gibt es 650 Wahlkreise.

Die Liberaldemokraten setzen sich vehement für einen Verbleib
(«Remain») in der EU ein und wollen ein zweites Referendum erreichen.
Ein Wahlpakt gilt als einzige Chance für Swinson, den großen Parteien
Paroli zu bieten. Das britische Mehrheitswahlrecht sieht nur
Direktmandate vor. In jedem Wahlkreis gewinnt der Kandidat mit den
meisten Stimmen. Alle andere Stimmen verfallen.

«Dies ist ein bedeutender Moment für alle Menschen, die
«Remain»-Kandidaten unterstützen wollen», sagte LibDem-Chefin Jo
Swinson, die Premierministerin werden will. Sie hat angekündigt,
weder mit den Konservativen noch mit Labour koalieren zu wollen.

Unterstützt wird der Wahlpakt von der überparteilichen Initiative
Unite to Remain. «Dies ist eine Brexit-Wahl, und ein Verbleib in der
EU ist möglich - dies ist ein entscheidender Moment», sagte die
Vorsitzende der Initiative, Heidi Allen. Parteipolitik werde beiseite
gelassen, um gemeinsam den «Remain»-Kandidaten Rückenwind zu geben.
Labour sei nicht Teil der Allianz. Die Sozialdemokraten seien nicht
einheitlich für den Verbleib in der EU, sondern wollten selbst einen
Brexit-Vertrag aushandeln, sagte Allen dem Sender BBC Radio 4.



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