Euro legt in unruhigem Umfeld etwas zu

29.06.2020 17:04

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Montag in einem
schwankungsanfälligen Handel moderat zugelegt. Am späten Nachmittag
kostete die Gemeinschaftswährung 1,1240 US-Dollar und damit etwas
mehr als im asiatischen Handel. Zeitweise war der Euro in Richtung
1,13 Dollar gestiegen, er konnte die Gewinne aber nicht halten. Die
Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1284
(Freitag: 1,1213) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8862
(0,8918) Euro.

Aufwind erhielt der Euro vor allem am Vormittag durch einen
schwächeren US-Dollar. Am Markt wurde die zeitweilige Schwäche der
amerikanischen Währung mit der freundlichen Stimmung an den
Aktienmärkten erklärt. Der Dollar war daher etwas weniger als
sicherer Anlagehafen gefragt. Andere Währungen wie der Euro
profitierten hiervon zunächst.

Am Nachmittag gewann der Dollar jedoch etwas an Boden.
Marktteilnehmer nannten solide Daten vom amerikanischen
Immobilienmarkt als einen Grund. Dennoch bleibt die Vorsicht unter
Anlegern ausgeprägt, nicht zuletzt mit Blick auf die USA. Dort spitzt
sich die Corona-Lage angesichts steigender Neuinfektionen immer
weiter zu. Vor allem im Süden und Westen des Landes gilt die
Situation als kritisch. Das bisher an den Märkten vorherrschende Bild
einer raschen und deutlichen Konjunkturerholung wird dadurch in Frage
gestellt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,91540 (0,90575) britische Pfund, 121,07 (119,93)
japanische Yen und 1,0669 (1,0631) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1770
Dollar gehandelt. Das war in etwa so viel wie am Freitag.



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