Bundesländer wieder zur Aufnahme von Corona-Patienten aus EU bereit

16.10.2020 14:01

Berlin (dpa) - Einige Bundesländer haben angesichts stark steigender
Infektionszahlen ihre Bereitschaft signalisiert, wieder
Corona-Patienten von EU-Nachbarn zur Intensivpflege aufzunehmen. Wie
ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag sagte, gibt es seiner
Kenntnis nach bereits vorbereitende Gespräche zwischen
Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden sowie zwischen Bayern und
Tschechien.

Auf europäischer Ebene sei man bei der Koordination solcher
grenzüberschreitender Verlegungen von coronabedingten
Intensivpatienten ebenfalls vorangekommen. Die EU stelle 220
Millionen Euro für grenzüberschreitende Transporte von Patienten,
Ausrüstung und Personal zur Verfügung, sagte der Sprecher.

Nach seinen Angaben sind zwischen dem 21. März und dem 12. April
insgesamt 232 Intensivpatienten aus Italien, Frankreich und den
Niederlanden in deutsche Kliniken eingeliefert worden, 44 kamen
demnach aus Italien, 58 aus den Niederlanden und 130 aus Frankreich.

Nach Angaben eines Sprechers des Bundesgesundheitsministeriums würden
derzeit Gespräche geführt, dass der Bund die Kosten für die
Behandlung dieser Patienten aus dem EU-Ausland in deutschen
Krankenhäusern auch weiterhin übernimmt.



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