Ex-Brexit-Unterhändler Frost verhandelt statt Gove weiter mit der EU

18.02.2021 09:36

London (dpa) - Der Ex-Brexit-Unterhändler David Frost wird künftig
anstelle von Staatsminister Michael Gove weiter mit der EU über die
künftigen Beziehungen verhandeln. Frost wurde am Mittwochabend
offiziell ins britische Regierungskabinett berufen und ist ab März
Staatssekretär für die künftige Beziehung Großbritanniens zur
Europäischen Union. Dabei übernimmt der 55-Jährige unter anderem die

Leitung des gemeinsamen Ausschusses mit der EU.

Gove hatte darin zuvor mit dem EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic in
einem gemeinsamen Ausschuss an der konkreten Umsetzung des
Brexit-Abkommens gearbeitet. Zuletzt ging es dabei verstärkt um
Übergangsregeln für die britische Provinz Nordirland, die weiterhin
an die Regeln des EU-Binnenmarkts gebunden bleibt. Frost würdigte die
Arbeit seines Vorgängers als «herausragend» und schrieb auf Twitter:

«Ich stehe auf den Schultern von Riesen.» Der konservative Politiker,
der auch dem Oberhaus angehört, gilt als enger Vertrauter von
Premierminister Boris Johnson. Die Opposition kritisierte, dass mit
der Personalie jemand für die wichtigen Beziehungen zu Brüssel
zuständig ist, der nicht als Abgeordneter im Unterhaus Rede und
Antwort stehen kann.



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