Waren Mischfrankaturen in der Übergangsphase zulässig?

BisJuni 2002 konnten Euro- und DM-Briefmarken in jeder möglichen Kombination verwendet werden

Am 12. Mai 2000 ist die erste deutsche Briefmarke erschienen, auf der die Geldbeträge sowohl in Pfennig als auch in Cent angegeben werden. Die Briefmarke mit Doppelauszeichnung erschien im Wert von 1,10 DM und trug gleichzeitig die Aufschrift 0,56 Euro. Es handelte sich dabei um die Europa-Marke des Jahres 2000, die im Jahr 2000 die einzige Sondermarke mit Doppelausweis geblieben ist. Ab Herbst 2000 wurden die Dauerserienmarken "Sehenswürdigkeiten" und "Frauen der deutschen Geschichte" auf Doppelausweis umgestellt. Vom Jahr 2001 an wurden dann alle Sondermarken mit doppelter Auszeichnung herausgegeben.

Damit ergaben sich für Sie als Briefmarkensammler ungeahnte Möglichkeiten der Mischfrankatur. Bis zum Juni 2002 konnte man nämlich Briefmarken mit Wertangaben in Pfennig, in Euro und Pfennig und in Euro in jeder möglichen Kombination verwenden. Durch solche Mischfrankaturen wurde der historische Moment der Währungsumstellung von D-Mark auf Euro auf besondere und für Sammler sehr interessante Weise dokumentiert.

Seit 1. Januar 2002 an werden nur noch Briefmarken herausgeben, die auf Euro und Cent lauten. Bei der Umstellung wurde centgenau gerechnet. Kostete ein Standardbrief 110 Pfennig, so entspricht der Betrag nach genauer Umrechnung 56 Cent.

Übrigens: Trotz europäischer Währungsunion bleibt die Herausgabe von Briefmarken eine nationale Angelegenheit. Deutsche Postwertzeichen werden weiter den Ländernamen "Deutschland" tragen und auch nur in Deutschland gültig sein. Eine europaweit einheitliche Euro-Briefmarke wird es also nicht geben. Trotz gemeinsamer Währung werden Reisende ihre mit deutschen Marken frankierten Briefe nicht in die Briefkästen anderer Euro-Länder werfen können.



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