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Programme der Europäischen Union für Jugendliche

Was bietet die Europäische Union für Jugendliche?

Entscheider in der Europäischen Union sind überzeugt, dass sie insbesondere bei jungen Menschen um Unterstützung für den Fortgang der Europäischen Integration werben sollten. So gibt es seit 2005 sogar einen "Pakt für die Jugend". Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten ihn auf ihrem Gipfeltreffen im März 2005, um auf die Notwendigkeit einer koordinierten Jugendpolitik in der EU hinzuweisen.

Der „Pakt" ist zwar kein konkretes Handlungsprogramm, er zeigt aber die Bedeutung der Jugendpolitik in der EU auf. Das ist auch finanziell zu erkennen: das Programm „Jugend in Aktion" sieht von 2007 bis 2013 Ausgaben in Höhe von insgesamt 885 Millionen Euro vor. Damit ist die Jugendpolitik zwar kein gigantischer Brocken im EU-Haushalt. Dennoch: mit einem jährlichen Budget von über 100 Millionen Euro für Jugendprogramme lässt sich so manche Jugendaktivität realisieren. Bei der Definition von Jugend ist die EU übrigens großzügig: Viele Programme erlauben die Teilnahme bis zum Alter von 30 Jahren.

Im Rahmen des Gesamtprogramms "Jugend in Aktion" gibt es fünf Aktionen. Erstens soll die „aktive Bürgerschaft junger Menschen" gefördert werden. Darunter fallen Projekte, die ein europaweites Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen lassen, interkulturelle Begegnungen ermöglichen oder neue Lernmöglichkeiten bieten. In Deutschland wird das Programm von der „Deutschen Agentur Jugend für Europa" verwaltet. Auf deren Website befinden sich Informationen über die Teilnahme an diesen Programmen.

Eine zweite Aktion des Jugendprogramms wird mit dem Ziel „Entwicklung der Solidarität junger Menschen" beschrieben. Es soll die Toleranz unter Jugendlichen fördern und außerdem zur Festigung des sozialen Zusammenhalts in der EU beitragen. Wichtigster Aspekt dieses Programms ist für die meisten Jugendlichen wohl, dass sie im Rahmen des „Europäischen Freiwilligendienstes" für eine zeitlang ins Ausland gehen können. Weitere Informationen für Interessenten aus Deutschland bietet die Webseite www.go4europe.de

Mit der Aktion „Jugend für die Welt" wird eine Schnittstelle zu den so genannten „Drittländern" geschaffen -also Staaten, die kein Mitglied der Europäischen Union sind. Nähere Informationen dazu finden Sie bei der Nationalagentur Jugend für Europa.

Um gemeinsame Projekte, mit denen sich Jugendorganisationen und Jugendliche in der EU vernetzen können, geht es in der Aktion „Unterstützungssysteme". Ansprechpartner in Deutschland für diese Aktion ist erneut die „Deutsche Agentur Jugend für Europa".

Neben dem Programm „Jugend in Aktion" bietet auch der Bereich Bildung vieles, was für junge Menschen von Interesse ist. Wer eine Zeit lang im Ausland studieren möchte, kann sich mit ERASMUS-Stipendien dabei unterstützen lassen. Studenten aus Deutschland wenden sich dafür an den Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD).

An Menschen in der Berufsausbildung richtet sich das Programm „LEONARDO". Berufsschüler können einen Teil ihrer Ausbildung in anderen Mitgliedstaaten absolvieren. Auch für Einrichtungen gibt es Unterstützung, um die europäische Dimension in der Berufsausbildung zu stärken. Weitere Informationen erteilt die Agentur „Bildung für Europa" beim „Bundesinstitut für Berufsbildung" (NA-BIBB)

Für allgemeine Informationen zur Jugendpolitik in der EU gibt es darüber hinaus einige zentrale Zugänge im Internet: