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Kroatien

Am 3. Oktober 2005 begannen die Beitrittsverhandlungen mit dem Adria-Land Kroatien.

Als zweiter ehemaliger Teilstaat Jugoslawiens soll Kroatien in die EU aufgenommen werden, beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs im Juni 2004 auf ihrem Gipfel in Brüssel. Kroatien sei ein Rechtsstaat mit einer Marktwirtschaft, hieß es in einer Erklärung. Als erster ehemaliger Teil Jugoslawiens gehört seit dem 1. Mai 2004 Slowenien zur EU.

Der Beschluss des EU-Gipfels in Brüssel ist in Zagreb mit Begeisterung aufgenommen worden. Das in der Hauptstadt tagende Parlament begrüßte die Entscheidung der EU-Staats- und Regierungschefs mit anhaltendem Applaus, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Hina.

Präsident Stipe Mesic bezeichnete in einer Ansprache die EU-Mitgliedschaft als «wichtigstes strategisches Ziel» seines Landes. Nun sei Kroatien offizieller Kandidat für den Beitritt in die Familie europäischer Staaten. Jetzt müsse Kroatien so schnell wie möglich alle europäischen Standards annehmen, um ein moderner europäischer Staat zu werden, denn die Kandidatur bedeute neben einer großen Anerkennung auch eine große Verpflichtung, sagte Mesic.

Für Kroatien beginne jetzt eine neue «historische Etappe», sagte der stellvertretende Parlamentssprecher Darko Milinovic. Er dankte allen Politikern, die sich seit der Unabhängigkeit von Jugoslawien 1991 für ein souveränes und pro-europäisches Kroatien eingesetzt haben.

Weitere Informationen zum Beitrittskandidaten Kroatien auf der Erweiterungsseite der Europäischen Union