Media 2007
Audiovisueller Sektor und Film werden gefördert
Media 2007 ist ein Förderprogramm für den europäischen Film und weitere Teile des audiovisuellen Sektors. Es läuft vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2013 und ist mit einem Finanzrahmen von 755 Millionen Euro ausgestattet.
Durch die Gemeinschaftsförderung soll es dem europäischen Mediensektor ermöglicht werden, seine Funktion als Integrationsfaktor der europäischen Bürgerschaft und der europäischen Kulturen zu erfüllen. Die kulturelle und sprachliche Vielfalt zu fördern ist ein Ziel des Programms. Außerdem soll die Geschichte europäischer Filme und anderer Bild- und Tondokumente bewahrt werden. Verbreitung des europäischen Films, Zukunftsförderung für den Sektor und mehr Zuschauer bei europäischen Filmen sind weitere Ziele.
Im Einzelnen ist die Förderung für folgende Bereiche vorgesehen:
- Entwicklung europäischer audiovisueller Werke
- Vertrieb europäischer audiovisueller Werke, ihre Vorführung im Kino und die entsprechenden Verkaufsförderungsmaßnahmen
- Pilotprojekte, um die Anpassung des Programms an Marktentwicklungen zu gewährleisten
- Training von Professionellen im Filmbereich
- MEDIA International
Teilnehmen können an diesem Programm Vertriebs- und Verleihfirmen, Produktionsfirmen, Trainingsinitiativen und Festivals. Unternehmen, die mehr Bekanntheit für den europäischen Film erzeugen wollen, oder die neue Technologien für den Vertrieb europäischer Inhalte entwickeln, können sich ebenfalls für eine Förderung bewerben.
Unterstützt werden sollen Filmproduzenten bei der Entwicklung, Finanzierung und Produktion ihres Werkes. Antragsberechtigte Genre sind Kino- und Fernsehfilme im Bereich Fiktion, Dokumentation und Animation.
Mittelgroße Unternehmen können Beträge zwischen 70.000 und 190.000 Euro für Pakete mit drei bis sechs Filmprojekten beantragen. Voraussetzung ist, dass die Firma seit mindestens drei Jahren existiert und die finanziellen Mittel hat, gleichzeitig mehrere Projekte durchzuführen. Firmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien müssen beweisen, dass sie in den fünf Jahren vor Antragstellung auf Förderung zwei Filme produziert haben. Firmen in den übrigen Ländern müssen beweisen, dass sie mindestens einen Film mit europäischem Bezug produziert haben. Diese Filme müssen international vertrieben worden sein. Weitere Informationen zur Unterstützung von Filmproduktionen auf der Website zum Programm Media.
Kleinere Produktionsfirmen, die ein einzelnes Projekt angehen möchten, können sich für die Einzelprojektförderung bewerben. Antragsberechtigt sind Firmen, die seit mindestens einem Jahr existieren und einen Film produziert haben. Der Förderungsbetrag liegt zwischen 10.000 und 60.000 Euro. Bei Animationen mit Spielfilmlänge kann der Förderungsbetrag bei bis zu 80 000 liegen. Antragsformulare für Einzelproduktionen sowie nähere Informationen gibt es auf dem Server der Europäischen Kommission.
Im Bereich "Interaktive Projekte" können Firmen, die interaktive Online oder Offline- Werke herstellen, Fördergelder beantragen. Hierunter sind interaktive Werke für Computer, Internet, Handys, Spielekonsolen sowie Konzepte für neue Formate für digitales Fernsehen, Internet, Mobilteile zu verstehen. Der Förderbetrag liegt zwischen 10.000 und 60.000 Euro. Für die Entwicklung von Prototypen im Bereich der Spielekonsolen und Computer kann die Förderung bis höchstens 100.000 Euro betragen. Nähere Informationen zum Antragsverfahren für interaktive Projekte sowie die Formulare sind auf dem Server der Europäischen Kommission hinterlegt.
Ein weiterer Bestandteil des Programms Media soll den Zugang zu Finanzierung verbessern. Mit „i2i" werden europäische Produktionsfirmen entlastet, indem teilweise Versicherungs- und Finanzierungskosten von Filmen übernommen werden. Weitere Informationen zu i2i.
Media richtet sich auch an TV-Sender und Produzenten von Fernsehsendungen. Insbesondere die europäische Zusammenarbeit mitVerleihern und Produzenten aus mehreren Ländern soll unterstützt werden. Teilnehmen können Produktionsfirmen, die in einem Land des Media 2007 Programms registriert sind. Voraussetzung ist, dass sich mindestens drei europäische TV-Sender durch einen Vorverkauf oder eine Koproduktion an der Herstellung beteiligen. Bis zu 12,5 Prozent der Kosten der Produktion werden übernommen, höchstens 500.000 Euro. Bei Dokumentationen werden bis zu 20 Prozent, höchstens aber 300.000 Euro übernommen.
Die Verbreitung europäischer Filme ist durch das Programm Media förderfähig. Vetriebs- und Verleihfirmen europäischer Filme können dafür einen Antrag stellen. Weitere Informationen zur Förderung von Vertrieb und Verleih bekommen sie auf den Media-Seiten des Servers der Europäischen Kommission.
Neue Technologien im audiovisuellen Sektor sollen schnell Einzug in die Produktionsweisen halten. Dieses Ziel wird durch Media gefördert. Neben Produktionstechnologien ist auch die Entwicklung neuer Vertriebskanäle und anderer Dienstleistungen förderfähig. Antragsberechtigt sind unter anderem Unternehmen, Organisationen, Institutionen und Verbände der europäischen audiovisuellen Industrie sowie branchenverwandte Unternehmen, Dienstleister, Leasing-Firmen und Anbieter von Content und Online-Technologien. Sie können sich bis zu 50 Prozent ihrer Kosten erstatten lassen. Weitere Informationen zur Förderung neuer Technologien auf den Media-Seiten der Europäischen Kommission.
Weiterbildung kann mit Media gefördert werden. Als Anbieter von Projekten können europäische Organisationen, Institutionen sowie Filmhochschulen auftreten. Sie sollen Medienschaffende aus den Bereichen Produktion, Recht und Management, Drehbuch, Dramaturgie und neue Technologien weiterbilden. Die Förderung beträgt maximal 50 Prozent der Kosten. Informationen und Antragsformulare für Weiterbildung sind auf dem Server der Europäischen Kommission zu finden.
Die die Verbreitung des europäischen Films auf dem internationalen Markt soll auch durch Festivals und andere Aktivitäten unterstützt werden. Organisationen, die Promotionsveranstaltungen auf Messen und Märkten durchführen oder Festivals, die ihr Programm hauptsächlich dem europäischen Film widmen, können Zuschüsse erhalten. Diese betragen höchstens 50 Prozent der Gesamtkosten.
Um die Zusammenarbeit zwischen europischen und Drittländern im audiovisuellen Bereich zu stärken, gibt es den Programmbereich Media International. Damit kann auch die Verbreitung von Filmen aus Drittländern auf dem europäischen Markt unterstützt werden. Dazu gehören unter anderem Vertriebsmaßnahmen für Kinofilme aus Drittländern sowie internationale Kino-Netzwerke. Voraussetzung für die Förderung ist der Zusammenschluss aus mindestens zwei Organisationen in der EU und einem Drittland. Kino-Netzwerke müssen aus mindestens 100 Kinos bestehen. Auf dem Server der Europäischen Kommission gibt es weitere Informationen zu Media International.
Für die Förderanträge ist die Executive Agency - Education, Audiovisual and Culture zuständig. Sie betreut im Auftrag der Europäischen Kommission das Programm Media. In Deutschland gibt es mehere Media-Desks, bei denen Filmschaffende beraten werden. Adressen sind unten auf dieser Seite aufgeführt. Erste Informationen enthält auch eine Broschüre zum Media-Programm.
Ansprechpartner bei der Europäischen Kommission
Europäische Kommission
Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien -
Tel.: +32-2-298 50 17
Fax: +32-2-299 22 90
MEDIA Executive Agency
Rue Colonel Bourg 135/139
BE-1140 Evere
Tel: 32/2 296 35 96
Fax: 32/2 299 92 14
Email: EACEA-P8@ec.europa.eu
Website der Exekutivagentur EACEA zum Programm Media
Ansprechpartner in Deutschland
MEDIA Desk Deutschland
Cornelia Hammelmann
Friedensallee 14 - 16
D-22765 Hamburg
Tel.: 040 390 65 85
Fax : 040 390 86 32
Website: www.mediadesk.de
MEDIA Antenne München
Ingeborg Degener
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MEDIA Antenne Düsseldorf
Heike Meyer-Döring
Kaistraße 14
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